Pausenkicker auf Frauenparadies

Neue Arbeitskulturen: Nicht nur materielle Boni sind wichtig

von Katrin Wulff und Lena Wittneben

 

Flexible Arbeitszeiten, ständige Erreichbarkeit und die Erwartung, mehr Verantwortung für die eigene Arbeit zu übernehmen – das erfordert mehr als nur Anerkennung durch ein Weihnachtsgeld oder einen Leihwagen der Firma. Und wenn die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verwischen, dann braucht der Arbeitnehmer und die Arbeitnehmerin einen anderen Ausgleich – einen „ideellen“ – wie es Pausenkicker nennt. Pausenkicker ist ein Hamburger Start-up, das seit 2014 ganzheitliches „GesundheitsEntertainment“ für Körper, Kopf und Stimme bieten. Uns haben sie nun berichtet, welche Herausforderungen sie durch die veränderten Arbeitskulturen sehen und wie man diesen begegnen kann.

Katrin Wulff und Lena Wittneben von Pausenkicker.de über neue Arbeitskulturen und deren Vor- und Nachteile, den Stellenwert von Gesundheit und Erholung in Unternehmen und über die Rolle und Einfluss der Frau in Führungspositionen:

 

Die veränderte Arbeitskultur und deren Herausforderungen

Flexible Arbeitszeiten, weniger Hierarchien und mehr Selbstbestimmung sind ein großes Thema, auch geht der Trend hin zu mehr unternehmerischen Denken und Selbstständigkeiten. Die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit verschwimmen immer mehr, sowohl bei Angestellten als auch bei Freelancern. Dank der digitalen Entwicklung ist es in vielen Berufen möglich, von unterwegs zu arbeiten – das ist Segen und Fluch zugleich.

 

Insgesamt sind die Ansprüche der gut bis sehr gut ausgebildeten Arbeitnehmer an den Job gewachsen. Entsprechend angekommen ist die Einsicht vieler Firmen und Führungskräfte, dass es ein bisschen mehr bedarf als ein sattes Gehalt, Firmenwagen oder vergünstigtes Fitnessclub Abo um Top Fachkräfte in die Firma zu bekommen und vor allem zu behalten. Diese können sich mittlerweile aussuchen zu welchem – vermeintlichen – Top Unternehmen sie nach Uniabschluss und nach ihren ersten Praxiserfahrungen gehen wollen. Insofern sind es zur Zeit eher die Firmen, die um die besten Leute auf dem Arbeitsmarkt buhlen.

Neben „materiellen benefits“ wollen viele Leute echte ideelle „ad ons“ von ihrem Arbeitgeber. Dazu gehört eine Führungskultur auf Augenhöhe und keine niedergeschriebenen Alibi Werte, die im Überstunden Alltag untergehen.

Wertschätzung, Motivation, Mitbestimmung sind wichtige Aspekte in einer lebendigen Arbeitskultur. Hinzu kommt der Aspekt der „ganzheitlichen Gesundheit“: Rückenkurse reichen nicht mehr in Zeiten, in denen die Mitarbeiter rund um die Uhr gefordert und mit Infos „beballert“ werden. Die Notwendigkeit von Auszeiten ist gegeben. Konkrete Möglichkeiten der aktiven Erholung sind nötig, um langfristig leistungsfähige, konzentrierte und motivierte Mitarbeiter zu haben, die dem Unternehmen treu bleiben und gegebenfalls auch noch für weitere MA sorgen.

 

SUP YOGA in Unternehmen mit Pausenkicker © Lilli-Lafeld

SUP YOGA in Unternehmen mit Pausenkicker

 

Natürlich reizen einige Arbeitnehmer diese erweiterten Spielräume aus und manch einer kann mit dem Prinzip der dezentralen Führung und dem eigenverantwortlichen Handeln im Job wenig anfangen. Doch generell ist die Zahl jener, die dieses System befürworten und als Motivator empfinden größer. Und wie heißt es doch so schön, zufriedener Mitarbeiter = erfolgreiches Unternehmen.

 

Der Stellenwert von Gesundheit und Erholung

Das Thema Gesundheitsförderung und Erholung nimmt in Anbetracht steigender Fehlzeiten durch psychische und physische Krankheiten einen immer größeren Stellenwert ein. Daher integrieren immer mehr Unternehmen prophylaktische Angebote wie Sport-, Entspannungs- und Ernährungskurse und bewegte Pausen als festen Teil ihrer Unternehmenskultur. Mitarbeiter sind heute ganzheitlich gefordert, daher sind auch ganzheitliche Trainingsangebote sinnvoll. Das Hamburger Start-up „Pausenkicker“ bietet zum Beispiel tolle Angebote mit ihrer Kombination aus Officeyoga, Stimm- und Gedächtnistraining. Hier wird nicht isoliert trainiert sondern Körper, Kopf und Stimme gleichermaßen angesprochen. Wichtig ist, dass Gesundheit auch Spaß macht, sonst bekommt man Bewegungsmuffel nicht in Schwung. Einige Firmen haben auch bereits „Feel good manager“, die sich regelmäßig um das Wohl der Mitarbeiter kümmern und über den alljährlichen Gesundheitstag hinaus gesundheitsfördernde Angebote liefern.

 

Sieht die Arbeitskultur in von Frauen geführten Unternehmen anders aus?

Da gibt es keine festen Regeln, aber generell stehen Frauen wohl für mehr „Miteinander“ statt „Gegeneinander“. Profitmaximierung und Machtstreben einzelner steht meist weniger im Vordergrund als eine gesunde Unternehmenskultur, die zum Wohle aller geht. Das Verständnis für die Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist bei weiblich geführten Unternehmen häufig ausgeprägter. Mütter, die permanent einen Spagat machen müssen zwischen den unterschiedlichen Rollenanforderungen mit Zeitnot und innerer Zerrissenheit finden hier oft mehr Unterstützung.

Sicher leben und lenken Frauen nicht zwangsläufig eine gesündere Arbeitskultur aber das Bewusstsein für Gesundheitsthemen und die Einsicht zur Schaffung von Gegenpolen wie Entspannungs- und (aktiven) Erholungspausen ist doch häufig größer.

 

www.frauenparadies.de


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